Mittwoch, 18. Mai 2011

Auf zu den Redrocks


Die Fortsetzung des gestrigen Abends ist schnell erzählt. Von Mecca aus fuhren wir weiter, bis die Augen nicht mehr mitmachten. In Blythe gab es einen „food and hotel exit“, so daß wir wie geplant ein Motel 6 ansteuern konnten. Das  letzte Bild im Bilderordner zeigt den Mond über der Autobahn, es war Zeit, zu schlafen. Die Gegend war nicht wirklich prickelnd, aber in Anbetracht der späten Stunde waren wir sehr froh, ein Bett zu haben.

Heute morgen war ich schon wieder um ½ 3 Uhr wach. Ob es an der unheimlichen Umgebung lag? Ich fühlte mich in diesem Motel irgendwie alles andere als sicher und war froh, als wir um 6.30 Uhr die Koffer gepackt hatten und Blythe verlassen konnten. Noch schnell vollgetankt und los ging es. Auf dem Parkplatz des Motels sah ich auch den ersten Pitti unserer Reise. Leider war der Besitzer sehr schnell verschwunden. Ich hätte ihn gerne gefragt, wie die Situation in den USA für die Hunde ist. Soweit ich weiß,  gilt ein ähnlicher „Dangerous Dog Act“ wie in GB.
Von Blythe aus fuhren wir in Richtung Brenda, Wickenburg, nach Prescott. Die Landesgrenze von Kalifornien war nun erreicht und ein „Wellcome to Arizona - the Canyon State“ prankte uns entgegen. Auf dem Weg kamen wir durch einige kleinere Gemeinden, wo wirklich der Hund begraben lag. Was um Himmels Willen veranlasst einen, sich hier niederzulassen? Was kann man hier tun? Die Landschaft veränderte sich mit jeder Biegung und jedem Hügel.  Und auf einmal  waren sie da: die Saguaro- Kakteen.  Hier im südlichen Arizona lassen sie sofort eine richtige Wildwestatmosphäre aufkommen.  Man vermutet gleich da vorne die Daltons und Lucky Luke kann nicht weit sein. 

Mal war nur steinige und sandige Landschaft zu sehen, dann wieder Grünes am Straßenrand. Dann Grünes mit Blüten und als es den Pass hochging waren plötzlich die Bäume wieder da. Skuril, sogleich kam ein Schwarzwaldfeeling auf. Die Schwarzwald-Hochstraße sieht im Prinzip ähnlich aus. Ich wollte es ja gar nicht sagen, aber Attila bemerkte es von selber.
In Prescott angekommen erwartete uns eine wirklich niedliche Einkaufsstraße mit wunderschönen kleinen Lädchen. Viel Kunstgewerbe, Schmuck und Cowboyschickschnack. Ich glaub, der Sac aus dem Dodge-Forum  wäre hier sehr glücklich.
Fine verliebte sich in ein paar pinkfarbene Boots und so kam es, daß unser „Arizona Cowboy Girl“ ab sofort bestiefelt durch die Gegend hüpft. Überall, wo wir gestern hinkamen schallte uns ein entzücktes:  „Oh girl, you´ve got nice boots“ , „Look at these boots, man“ etc. entgegen. 


Wir kehrten um 11 Uhr zu einem verspäteten Frühstück in die örtliche Brauerei ein, die innen mit Bierdeckeln dekoriert war. Sogar Sanwald, Dinkelacker und Stuttgarter Hofbräu  waren vertreten. Das Essen war sehr lecker .  Chicken-Sandwich mit Salat und Dino-Nuggets sowie gebackene  Shrimps waren schnell gegessen.
Auf dem Weg zum Aussichtspunkt über die Redrocks kamen wir an einem großen Dodgedealer vorbei und haben uns ein wenig umgesehen.  So schön, alle in Reih und Glied hier stehen zu sehen. Und Attila hat sich sogar mit einem Cummins angefreundet. Zu gerne hätte er ihn eingepackt, aber der Transport…Lustig war, daß der Chevy-Händler daneben ein Pendant stehen hatte. Ebenfalls in weiß, gleiche Ramme etc.
Nun ging es also auf Empfehlung unseres Aushilfsfahrers Steve auf einen Pass hinauf, der uns zu einer Aussichtsplattform über die Redrocks führen sollte. Wir kletterten mit dem Auto auf über 7800 Fuß hinauf und oben erwartete uns ein Blick über die weite Landschaft des Valley. Leider war der Tag etwas diesig und auf den Bildern kommt es leider nicht so rüber, wie wir es wirklich gesehen und empfunden hatten. Wow, welch ein Anblick.
Auf dem Weg hinunter Richtung Cottonwood fuhren wir durch das kleine Städtchen Jerome, was ebenfalls sehr idyllisch aussah. Ist aber  ein wenig Schickimicki hier. Alles eben auf die Minengeschichte ausgelegt. Goldrush lässt grüßen. Hier waren es jedoch hauptsächlich Silber- und Kupferminen. Wir entdeckten eine Ghost -Town einer Goldmine und machten uns auf, sie zu besichtigen. Attila blutete das Herz beim Anblick der vor sich hin gammelnden Autos, aber es war wirklich nett gemacht.

Fine fütterte die Ziegen und Hühner mit gekauftem Futter und nachdem wir alles besichtigt hatten, suchten wir uns unser Motel 6 und checkten für die Nacht ein. Wirklich eine Luxusausgabe hier, sehr nett.
Am Abend waren wir bei Sizzlers essen, was ebenfalls sehr lecker war. Attila hatte Steak mit Shrimps und ich nur ein Steak mit Baked Potatoe. Dazu gab es ein mega Salatbüffet, mit dem auch Fine sehr einverstanden war. Njami!
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Leider konnte ich den Bericht gestern Abend nicht mehr einstellen, da die WiFi Verbindung weg war. Doch da MCDoof gleich nebenan war, wollte ich es dort heute Morgen erledigen.  Mist, funktionierte nicht. Nun ist es Mittag geworden.
Unser erster Weg heute Morgen führte uns in den Sedona Red Rock National Park. Hier besuchten wir das Visitor Center und staunten über die rote Farbe der Felsen aus der Nähe.

Die Gegend hier ist sehr skuril. Die Häuser passen sich mehr oder weniger alle der Landschaft an und tragen unauffällige Farben. Auf einmal zogen sich die Wolken vollends zu es begann zu regnen und zu hageln. Waschi? Bist Du uns nachgereist?
Hihi, das klappt ganz gut mit den Filmchen. Ich gaub, ich werde da jetzt immer ein paar einbauen.
Wir fuhren die paar Meilen nach Sedona runter und suchten uns eine Wifi-Station, um endlich den Bericht zu posten. Sedona ist eine „magische Stadt“, stark mit der New Age Bewegung verbunden. Heilsteine an jeder Ecke :o)
Eigentlich wollte wir nun zum Grand Canyon aufbrechen, aber dort ist wohl Schnee angesagt. Gerade überlegen wir, ob wir Vegas vorziehen,  mal sehen.
Wer unsere Berichte gerne mitliest, kann sich ja mal per Kommentar melden. Das geht über den anonymen Weg auch ohne irgendwo registriert zu sein. Man kann ja den Kommentar einfach unterschreiben, dann weiß ich, von wem er ist. Anonyme Kommentare will ich nicht veröffentichen.
Ach ja, wer es noch nicht gelesen hat, unsere Bilder sind hier abgelegt. Einfach auf Alben/Bilder klicken, dann erscheint für jeden Tag ein Ordner voller Bilder.

Bis demnächst
Steffi

3 Kommentare:

  1. Good Morning Amerika, how are you?
    Bin heute schon um 5 aufgestanden, um weiterzulesen! Suchtgefahr ???????
    Das war eine gute Idee eine Brauerei zu suchen. Die Petra/Gschäft hat mir den Tip auch gegeben.
    Sie haben vor 4 Jahren eine ähnliche Tour gemacht und sie meinte noch, die Tips in Motels wären auch meistens gut gewesen, aber ihr seit ja schon echte AMIS, ihr macht das schon, harhar.
    Verhungern werdet ihr wohl nicht, vielleicht gibt es ja noch den einen oder anderen "Roadrunner"(mig,mig) inkl. "Coyote" auf der Straße.
    Aufwiederbyebye "the old aunt"

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  2. Suuuuuuper Berichte, Fotos und Filme!!!
    Aber leider Shiet Wetter. Wir hatten auf unserer Tour damals nicht ein mal Regen. November scheint echt die bessere Jahreszeit zu sein, das hätte ich nicht gedacht. Egal, Ihr habt Spaß. Richtig Steffi, Arizona und California sind meine Lieblingsstaaten, und ich hätte mich dort sehr wohl gefühlt. Gruß an das Cowgirl, die Boots stehen ihr gut, fehlt nur noch der Hut und dass sie anfängt zu tanzen.:-)
    Highway to hell war ja passend, coole Mucke für unterwegs. Schöne Grüße und erholsame Reise noch. In Las Vegas würde ich auf den Stratosphere Tower gehen, einfach genialer Überblick über die Stadt. Aber nicht den Massen-Aufzug nehmen, der zur Plattform geht, sondern den zum Restaurant/Bar. Abends/Nachts ist das echt genial. Und dann auf Insanity.;-)
    Streichel dem Trucker mal die Waden von mir.:-)
    Gruß Sac

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  3. Iiiiiich les mit... Und schreibe auch Anonym oder nur den Namen die Kommentare... Also wenn irgendwo NICI steht, dann steckt auch NICI drin :D

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