Der Freitag war nun also unser Abreisetag aus Las Vegas. Es ist ok, die Stadt gesehen zu haben, aber sie hat keinen großen positiven Eindruck bei mir hinterlassen. Kaum ist man ein paar Straßenecken hinter dem Glamour, sieht die Sache wirklich aus wie ein Großstadtmoloch. Bepinkelte Obdachlose, Menschen, deren Hab und Gut in einem Einkaufswagen zu finden ist und gleich daneben rollt die Stretchlimousine vorbei mit jungen Schnöseln drin. Auf dem gesamten Strip stehen dubiose Typen rum, die Werbekarten für Stripshows verteilen und sich den Männern regelrecht in den Weg stellen, um sie ihnen in die Hand drücken.
Am Vormittag gingen wir noch ins Venetian-Hotel, Fine wollte unbedingt mit den Gondeln fahren. Es ist im Inneren wirklich sehr nobel gemacht und die Einkaufsmeile bietet viele bekannte Marken auf. Der künstliche Himmel lässt das ganze sehr wirklich erscheinen.
Das Gondelfahren kostet ein kleines Vermögen, aber versprochen war versprochen. Unser Gondoliere war echt sehr nett. Ein Amerikaner mit italienischen Wurzeln, der zuvor Barpiano in New York gespielt hatte. So, jetzt hatte Fine ihren Wunsch erfüllt bekommen und jetzt war das andere Kind an der Reihe. Attila wollte schießen gehen. Wir sind also in einen Gunstore gefahren und der Bub durfte 50 Schuß aus einer was-weiß-ich-für einer Waffe abgeben. Dort drin war wirklich die Hölle los und für 2 Minuten Vergnügen waren sicher 1,5 Stunden Wartezeit nötig. Die Sicherheitsvorkehrungen sind wohl enorm in so einem Store.
Nun war es auch schon Zeit aufzubrechen, der Yosemitipark wartete auf uns. Attila stellte noch kurz die Route auf und los ging es. Wir fuhren in den Abend hinein und kurz hinter der kalifornischen Grenze kehrten wir in Peggy-Sue´s 50´s Diner ein. Sehr lustig, sehr authentisch, das könnte es ruhig öfters geben.
Eigentlich wollten wir ein Hotel suchen auf der Route, aber Attila wollte lieber Kilometer machen. Leider verpassten wir dadurch viele schone Landschaftsabschnitte (z.B. bei Bishop), da wir in der Dunkelheit nichts sehen konnten. Viele Hotels waren ausgebucht wegen dem bevorstehenden Memorial Day, einem amerikanischen Feiertag. Und wenn noch Kapazitäten vorhanden waren, so verlangten sie wieder touristische Smilepreise. Mir wäre das wirklich egal gewesen, aber Attila boykottierte und so landeten wir auf einem Rast-Parkplatz und schliefen dort für ein paar Stunden im Auto.
Tolle Show! Aus dem Alter bin ich eigentlich raus. *grummel*
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